Tipps aus Omis Zeiten

Die Eisheiligen

Zu den Eisheiligen (auch "Eismänner" oder "gestrenge Herren" genannt) zählen drei (regional unterschiedlich auch vier oder fünf) Namenstage von Heiligen im Mai. Die Eisheiligen sind in Mitteleuropa meteorologische Singularitäten (Witterungsregelfälle). Laut Volksglaube wird das milde Frühlingswetter erst mit Ablauf der "kalten Sophie" stabil:

  1. Mamertus - 11. Mai

  2. Pankratius - 12. Mai

  3. Servatius - 13. Mai

  4. Bonifatius - 14. Mai

  5. Sophie - 15. Mai

Es handelt sich bei den genannten Heiligen um Bischöfe und Märtyrer aus dem 4. und 5. Jahrhundert. Die Annahme beruht auf jahrhundertealten Erfahrungen und Beobachtungen von Bauern, die bereits vor den Wetteraufzeichnungen gemacht wurden.

Ist es nun ein Aberglaube oder Wahrheit?

Im Grunde ja, denn...

Was der Vorsichtige weiß und den Leichtsinnigen (nachher) ärgert. "Die Eisheiligen abwarten" sagen erfahrene Gärtner, das heißt, mit dem Auspflanzen von Sommerblumen und der Aussaat von empfindlichen Sämereien bis Mitte Mai abzuwarten. Früher schützte man die Gärten, Äcker und Weingärten mit zu dieser Zeit entzündeten Feuern, um diese durch den Rauchnebel, der sich über die Blüten und Triebe legte und die Wärme vor Frost zu schützen. Langjährige Wetterbeobachtungen zeigen jedoch, dass ein Temperatursturz häufig erst um den 20. Mai auftritt.

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