Tipps aus Omis Zeiten

Glücksbringer Tradition und/oder Aberglaube

An Silvester oder Neujahr verschenkt man Glücksbringer. Aber was ist es nun Tradition oder Aberglaube?

Im Grunde ist es von jedem etwas... denn die sollen, wie der Name schon sagt, Glück bringen und das neue Jahr gut einleiten.

Einige Glückbringer zum selber basteln findet ihr unter Basteln:

Glückspfennig

Glückspfennig

Der Glückspfennig ist ein Symbol für Reichtum. Indem man ihn - physisch wie symbolisch - verschenkt, wünscht man dem Empfänger, dass ihm niemals das Geld ausgehen möge. Geschichtlicher Hintergrund: Der Glückspfennig wird oftmals als kleinere Ausgabe des goldenen Tauftalers oder des Weihgroschens angesehen, der in früheren Jahrhunderten - in der Hoffnung Hexen zu vertreiben - an die Stalltür genagelt oder stets mitgeführt wurde. Aufgrund der aktuellen Situation tritt nun das 1€ Cent Stück an seine Stelle.

Marinkäfer

Marienkäfer

Gilt als Himmelsbote der Mutter Gottes. Der Marienkäfer soll die Kinder beschützen und die Kranken heilen, wenn er ihnen zufliegt. Man darf ihn jedoch niemals abschütteln oder gar töten, weil man sonst das Unglück anzieht. Wenn man Ihn leicht anpustet fliegt er von selber weiter.

Fliegenpilz

Fliegenpilz

Vermutlich aufgrund seiner psychoaktiven Wirkung wird der Fliegenpilz seit jeher mit Zauberei in Verbindung gebracht; vermutlich trägt aber auch sein extravagantes Aussehen zu seiner Popularität als Glücksbringer bei.

Hufeisen

Hufeisen

Da das Pferd von jeher als Symbol für Stärke und Kraft galt, sowie ein edles und wertvolles Tier war, galt das Hufeisen, welches das Tier schützte ebenfalls als Glücksbringer. An einem Türbalken befestigt, soll es das Haus und den Hof beschützen und Fremden bzw. bösen Geistern den Zugang verwehren. An einem Nagel über der Tür aufgehängt soll das Hufeisen dem Teufel auf den Kopf fallen, wenn er in Menschengestalt das Haus betreten will. Zur Ausrichtung des Hufeisens gibt es mehrere Versionen, einerseits gilt ein nach oben offenes Eisen als Symbol für die Teufelshörner, nach unten geöffnet gibt es jedoch die Vorstellung das Glück könne "herausfallen". Ein nach rechts offenes Hufeisen stellt ein C für "Christus" dar.

Glücksschwein

Glücksschwein

Auch das Schwein, heute vor allem in kleinerer Form oder aus Marzipan zu finden, zählt zu den Glücksbringern, der Hintergrund ist zum einen, dass der wilde Eber bei den Germanen als heiliges Tier verehrt wurde und des Weiteren, dass die Sau in Europa, aufgrund ihrer Funktion als wichtiger Rohstofflieferant, ein Symbol für Reichtum war.

Mistel

Misteln schützen nach dem deutschen Volksglauben vor Hexen. Sie wurden in Häusern und Ställen aufgehängt um Mensch und Vieh zu bewahren. Auch wurden diesem Gewächs Heilkräfte nachgesagt.

Kleeblatt

Kleeblatt

Ein vierblättriges Kleeblatt gilt aufgrund seiner relativen Seltenheit ebenfalls als Glücksbringer. Hierbei ist es angeblich wichtig, dass das Kleeblatt zufällig gefunden wurde und nicht gezüchtet ist. (Gezüchtete Kleeblätter dagegen sollen wiederum das Pech anziehen.) Auf Reisen mitgeführt schützt das Kleeblatt den Reisenden und näht man es in die Kleidung ein, soll er vor dem Bösen schützen.

Schornsteinfeger

Schornsteinfeger

Bevor der "Schwarze Mann" als Glücksbringer fungierte, wurde er wegen seiner Rußschwärze dem Teufel gleichgestellt. Man wusste jedoch bereits im Mittelalter, das glühende Asche, die aus verrußten Schloten austrat, verheerende Brände auslösen konnte und ganze Dörfer in Schutt und Asche legte. Nur der Kaminkehrer konnte dieses durch sauber gehaltene Rauchabzüge verhindern und brachte den Bewohnern somit Glück für Hab und Gut. Erst als in unserer Zeit die Gesellen dieser Berufsgruppe zu Neujahr die Jahreskehrrechung als auch ein Kalenderblatt ins Haus brachten und die Übergabe mit den besten Glückwünschen für das neue Jahr verbanden, dachte wirklich keiner mehr an die vermeintlich schwarze Seele und sahen ihn fortan als Glück bringenden Begleiter für das ganze Jahr. Verstärkt wird dieses Glück noch bei demjenigen - so sagt der Volksmund -, wer auf einen Schornsteinfeger zugeht und ihm die Hand gibt. So kann er auch im nächsten Jahr auf Fortuna hoffen.

Textanfang

Copyright © www.omis-tips.de   info(et)omis-tips.de   ALLE RECHTE VORBEHALTEN / ALL RIGHTS RESERVED